Arbeit

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Das Thema Arbeit hat sich im Laufe der letzten Jahrhunderte sehr gewandelt. Auch das Bild des Arbeiters ist anders geworden. Während ein Mensch früher in den allermeisten Fällen ein Leben lang am gleichen Arbeitsplatz blieb, ist dies in heutiger Zeit meist ganz anders.  Oft bleibt ein Auszubildender nicht mehr nach Beendigung der Lehre im Betrieb, sondern geht, freiwillig, manchmal aber auch unfreiwillig, einen anderen Weg.
War Arbeit früher nur der reine Broterwerb, so hat sich auch dieses Bild sehr stark gewandelt. Viele Menschen finden in ihrem Beruf ihre Erfüllung und ihre Berufung, andere hingegen arbeiten nur, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
Der Wandel der Zeit hat auch das Thema Arbeit einem großen Wandel unterworfen. Arbeit bedeutet nicht mehr wie früher, dass viele die Dreckarbeit für einige machen. Viele Berufszweige, die es vor Jahrzehnten noch gar nicht gab, sind dazugekommen, andere wiederum, die nicht mehr benötigt werden, sind weggefallen.
Und noch eines wurde durch den Wandel möglich, der Wechsel von einem Arbeitgeber zum nächsten ist möglich geworden ohne größere Hürden. Auch das Pendeln wurde mehr und mehr möglich durch den Ausbau des Schienen- und Straßennetzes.
Auch hat man die (fast) freie Wahl in Bezug auf seinen Berufswunsch, die Grenzen werden nur durch die persönliche Eignung und die schulischen Fähigkeiten gesetzt.

Pendeln zum Arbeitsplatz?

In unserer Zeit ist Flexibilität gefragt,  nicht nur bei der Arbeit, sondern auch bei den Wegen zur Arbeit. In vielen Gegenden unseres Landes gibt es kaum noch  Arbeit oder zumindest keine, in der viele Berufstätige unterkommen können. Deshalb sind viele Menschen darauf angewiesen, kürzere oder längere Wege zu ihrem Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen. Dabei kann das Pendeln sowohl mit dem eigenen PKW, mit einer Mitfahrgemeinschaft oder mit öffentlichen Nah- oder Fernverkehrsmitteln stattfinden.
Wer für seinen Weg zum Arbeitsplatz zum Pendler werden muss, sollte bei seinem Arbeitgeber nachhaken, ob es die Möglichkeit eines Zuschuss zu den Fahrtkosten gibt. Manche Betriebe geben zumindest einen Teil zu den auftretenden Kosten für die Fahrt dazu, andere bezahlen sogar die ganze Monatskarte. Dies ist aber von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich und ist keine „Soll-Leistung“ des Arbeitgebers.
Wer aber dazu bereit ist, für seine Arbeit auf den Straßen und Schienen unterwegs zu sein, der tut bereits etwas für sich selbst und gegen eine mögliche Arbeitslosigkeit. In der heutigen Zeit ist es normal, mobil zu sein und es ist, im Gegensatz zu früher, nichts Ungewöhnliches mehr. Außerdem kann es das Leben bereichern, man muss sich nur darauf einlassen und nicht nur das Negative daran sehen.

Berufe

Das Thema Berufe ist ein großes, weites Feld, auf dem es viel zu entdecken gibt. Die Vielfalt der in den letzten Jahrzehnten und vor allem auch Jahren hinzugekommenen „neuen“ Berufe ist für einen interessierten Betrachter fast wie eine kleine Reise.

So kann man heute nicht mehr nur einfach sagen, es gibt die Arbeit, die ein Bäcker macht, ein Maurer, ein Rechtsanwalt, ein Arzt. Es gibt inzwischen so viele verschiedene Berufe und Berufszweige. Auch der klassische Ausbildungsberuf ist oft nicht mehr der alleinige Weg zu einer Arbeit oder zu einem Job. Viele Quereinsteiger finden ihren Platz in anverwandten oder auch völlig berufsfremden Zweigen. 

Es gibt viele verschiedene Berufe, von denen viele eine unterschiedliche Ausbildung oder ein anderes Anlernen erfordern. Manche können nur durch den Abschluss eines Studiums ausgeübt werden, andere hingegen kann jeder, der sich in seinem „Job“ auskennt, machen. Nur da, wo es rechtliche Regelungen gibt, wie bei Handwerkern oder bei Akademikern, muss eine Ausbildung vorangestellt werden. Ansonsten gibt es keine Maßvorgaben bei dem Finden seines Berufes und seiner Berufung.
Viele Berufe kann man auch erst ausprobieren, als Nebenjob neben der Schule oder neben dem Studium. Auch Ferienjobs eignen sich als gute Schnuppermöglichkeit zum Entdecken eines bestimmten Berufes oder eines Berufsfeldes.

Auch gerade Jobs im Ausland werden für den Einzelnen immer interessanter. Erstens macht sich eine solche Auslandszeit sehr gut im Lebenslauf und kann deshalb auch sehr förderlich sein für die Karriere. Außerdem ist die Zahl der Auswanderer in den letzten Jahren enorm gestiegen, nachdem viele ihren beruflichen und persönlichen Weg in anderen Ländern suchen und oftmals auch finden. Es gibt viele Ausbildungsberufe, die in unserem Land überlaufen sind und für die es so gut wie keine freien Stellen gibt, in anderen Ländern hingegen herrscht genau in diesem Beruf ein Fachkräftemangel. Da lohnt es sich, den Blick über den Tellerrand zu wagen und vielleicht einen Blick ins benachbarte oder auch weiter entfernte Ausland zu werfen.

Haupterwerb und Nebenerwerb

Arbeit ist nicht immer nur als eine einzige Vollzeittätigkeit zu sehen. Viele Menschen haben neben ihrem Haupterwerb eine Nebentätigkeit, die sie ausüben. Für diesen Nebenerwerb gibt es rechtliche Grundlagen, so muss zum Beispiel der Arbeitgeber der Haupttätigkeit dieser Nebentätigkeit zustimmen. Oft werden dem Arbeitnehmer dabei keine Knüppel zwischen die Beine geworfen. Anders sieht es jedoch aus, wenn der Nebenwerb in dem gleichen Bereich wie der Hauptberuf erfolgt. Hier kann der Arbeitgeber der Nebentätigkeit einen Riegel vorschieben, und der Gesetzgeber gibt ihm dabei auch Recht, da der Arbeitnehmer sonst in unmittelbarer Konkurrenz zu seinem hauptsächlichen Brötchengeber in Erscheinung tritt. Da hier die Mitnahme von Kunden des Arbeitgebers nicht genau nachvollzogen werden kann, ebenso von anderen wichtigen Daten des Betriebes,  in dem man arbeitet, kann ein solcher Nebenerwerb verweigert werden. Der Arbeitnehmer würde dann auch in dem Fall, in dem er gegen den Arbeitgeber klagt, kein Recht bekommen, da das Recht in diesem Fall nicht auf der Seite des hauptberuflich Tätigen ist.
Nebenerwerb gibt es jedoch nicht nur für Vollzeit berufliche Tätige, sondern auch für Mütter, die nach einer gewissen Zeit der Kindererziehung eine Teilzeitstelle annehmen, oder auch für Studenten, die neben ihrer universitären Ausbildung etwas dazuverdienen wollen oder gar müssen.

Ausbildung, Studium oder nur angelernt?

Wer sich auf den Weg ins Berufsleben macht, steht vor vielen wichtigen Fragen. Auch vor der, ob denn nun eine Ausbildung am Anfang den Startschuss setzen soll, oder ob ein Studium geplant. Oder ob beides, aus welchen Gründen auch immer, nicht angedacht ist und deshalb nur eine Tätigkeit ausgeübt werden soll, für die der Arbeitnehmer lediglich angelernt werden muss.
Letztlich kann und muss jeder Mensch selbst diese Entscheidung treffen, es ist jedoch wichtig, dabei einige Dinge zu bedenken und zu beachten. Natürlich ist es schön, nach der Schulzeit gleich gutes Geld zu verdienen, was nun mal als angelernte Kraft am schnellsten geht. Nur, die Jahre vergehen und man wird nicht immer jung bleiben und schneller, als man sich oft versehen kann, sind die guten Jahre vorbei und man steht auf der Straße. Und dass dann ohne jegliche Ausbildung, was bedeutet, dass es viel schwerer ist, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, vor allem dann, wenn man immer älter wird und einem nicht mehr alle Türen offen stehen.
Deshalb sollte man es in Kauf nehmen, eine Ausbildung zu machen oder ein Studium zu absolvieren. Selbst wenn man später nicht mehr in diesem erlernten  Beruf arbeiten sollte, so kann man doch zumindest eine abgeschlossene Berufsausbildung schwarz auf weiß nachweisen. Und das ist es was zählt, und was Bewerber dann auch vorrangig in der Bewerbungsschlaufe weiterkommen lässt im Gegensatz zu einer ungelernten Kraft, die in einem vorherigen Betrieb lediglich angelernt wurde. Es ist immer gut, sich zeitig mit diesen Punkten auseinander zu setzen, denn wenn man auch jung und gesund ist, so muss man sich darüber klar sein, dass sich dies ganz schnell ändern kann und man dann vielleicht für den Rest seines Arbeitslebens auf der Straße steht.

Stellenangebote richtig lesen

Jede Woche sind mindestens zwei Mal Stellenangebote in den regionalen und überregionalen Tageszeitungen enthalten. Auch Wochenzeitschriften, Kleinanzeigenmagazine und Stadtzeitschriften bieten die Möglichkeit zur Veröffentlichung eines Stellenangebotes. Doch nicht jede Stellenanzeige verspricht, was sie hält, und oft sind auch zu wenige Angaben enthalten, um sich ein Bild von der Stelle und der Stellenbeschreibung machen zu können. Hierbei ist es dann immer gut, sich näher bei dem Unternehmen zu erkundigen. Das macht erstens aufmerksam auf die eigene Person, da man eindeutig Interesse an der Stelle und dem Unternehmen hat. Und zweitens kann man dadurch die Stellenangebote für sich ausschließen, die nicht in Frage kommen.
Ein Beispiel hierfür ist die Angabe von Arbeit im Schichtdienst oder im Schichtsystem. Es gibt Menschen, die können oder wollen aus den verschiedensten Gründen keinen Nachtdienst machen. Ist bei einer Stelle nun Schichtdienst vorgegeben, ist es wichtig, sich darüber zu informieren, um welche Art Schichtsystem es sich dabei handelt. Sollte bei der Stelle dann auch Nachtschicht zwingend vorgeschrieben sein durch den Schichtdienst im Rotationssystem, so kann man diese Stelle von vorneherein ausschließen und spart die Bewerbungskosten wie auch die Zeit, die Bewerbung zu erstellen. Diese Zeit, die Kosten und die Energie kann man besser für Bewerbungen bei anderen Stellenangeboten verwenden, bei denen keine Nachtschicht vorgeschrieben ist.

Was sind eigentlich „Headhunter“?

Headhunter, die berühmten Kopfjäger, hatten in vergangenen Jahrhunderten vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika alles andere als einen guten Ruf. Bei den hier genannten Headhuntern geht es jedoch nicht um die Kopfgeldjäger aus den USA, sondern um Jobscouts, die auf der Suche nach der richtigen Kraft (meist Führungskraft) für eine bestimmte Stelle sind. Headhunter suchen sich meist nicht Menschen aus, die Stellengesuche aufgeben, sondern Mitarbeiter, die fest in Unternehmen integriert sind und in der oberen Gehaltsebene zu finden sind.
Headhunter sind oft verschrieen als ziemlich gerissene Menschen, die einem Arbeitgeber die besten Mitarbeiter „stehlen“. Dennoch darf dabei nicht vergessen werden: Ein Headhunter kann einem Arbeitnehmer zwar ein Angebot unterbreiten, es liegt jedoch dann an diesem, dieses auch anzunehmen. Vielleicht spielt ein Mitarbeiter schon eine Weile mit dem Gedanken, den Arbeitgeber zu wechseln, da er sich nicht mehr wohlfühlt, oder sich weiterentwickeln möchte. Kommt dann ein Headhunter auf ihn zu, ist dies eine Möglichkeit, ohne den ganzen Bewerbungsaufwand eine neue Stelle in einem anderen Unternehmen zu erhalten. Wichtig ist jedoch nur, wie die Ausstiegsklausel aus dem bestehenden Vertrag aussieht. Ist dabei der Weggang zu einem Konkurrenzunternehmen in einem bestimmten Zeitraum nach Verlassen des Unternehmens untersagt, hat man sich als Arbeitgeber daran zu halten.

Bewerbungen, Anschreiben, Lebensläufe und Referenzen

Eine Bewerbung ist oft nicht ganz einfach, vieles muss beachtet, vieles muss bedacht werden. Nicht für jede Stelle, nicht für jeden Beruf sind die gleichen Bewerbungsunterlagen erforderlich, nicht jedes Zeugnis muss beigelegt werden.
Es beginnt schon beim Lebenslauf. In manchen Berufszweigen genügt ein kurzer tabellarischer Lebenslauf, in anderen hingegen muss ein ausführlicher Lebenslauf verfasst werden, möglicherweise sogar handschriftlich. Deshalb sollte man sich möglichst genau erkundigen, welche Unterlagen benötigt werden, dies kann man bei der Handwerkskammer oder bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) machen, wenn man einen Beruf ausübt, der zu einer der beiden Kammern gehört. Oder man fragt direkt bei dem Unternehmen nach, bei dem man sich bewerben möchte.
Auch ist auf absolute Sauberkeit bei den Bewerbungsunterlagen, der Bewerbungsmappe und dem Umschlag zu achten, Eselsohren oder kleine Flecken bedeuten in 99.99 % aller Fälle das sofortige Aus in einem Bewerbungsverfahren.
Auch beim Anschreiben ist einiges zu beachten. Die Firmenadresse muss richtig geschrieben sein, am besten noch mit einem persönlichen Ansprechpartner. Und Rechtschreibung und Grammatik müssen hundertprozentig stimmen, selbst wenn dies für den eigentlich auszuübenden Beruf selbst nicht von Relevanz ist.
Neben den üblichen Unterlagen für eine Bewerbung können auch immer Referenzen beigelegt werden, zum Beispiel von einem Praktikumsbetrieb oder einem Universitätsdozenten,  mit dem man viel zu tun hatte.

Angestellt – oder doch lieber selbständig machen?

Berufstätige stehen manchmal in ihrem Leben vor der Wahl, sich in ihrem Beruf selbständig zu machen. Vielleicht, weil nicht genügend Angebote an freien Stellen vorhanden sind. Oder weil sie lieber freiberuflich tätig sein wollen, unabhängig von einem Chef und dem System eine Betriebes. Natürlich ist es nicht etwas, das man von heute auf morgen in Angriff nehmen und gleich vollständig davon leben kann. Viele Freiberufler fangen im Nebenerwerb an mit dem Weg in ihre Selbständigkeit und sobald sie davon leben können, machen sie ihre Nebentätigkeit zum Haupterwerb.
Auch viele rechtliche Dinge müssen dabei beachtet werden. Niemand zahlt mehr die Sozialversicherungsbeiträge, man muss sich freiwillig krankenversichern und auch in die Pflegeversicherung einzahlen. Und niemand zahlt mehr die Beiträge in die Rentenversicherung, ein Selbständiger ist also gezwungen, sich privat abzusichern. Auch das Finanzamt will informiert werden und eine Steuernummer muss vergeben werden, da diese für die Selbständigkeit erforderlich ist. Ob jedoch ein Kleingewerbe angemeldet wird oder man dies nicht braucht, ist mit dem Finanzamt abzuklären, das hier jedoch meist sehr auskunfts- und auch hilfefreudig ist.
Wichtig ist es auch, sich selbst gut einschätzen zu können. Hat man den langen Atem vom Weg in die Freiberufliche Tätigkeit bis zu dem Moment, in dem man ganz davon leben kann? Denn nur dies ermöglicht auch ein Bleiben in der Selbständigkeit in mittel- bis langfristiger Hinsicht.